Einzigartiges Naturparadies rund um Illmitz

Weihnachten liegt vor uns, wir blicken auf ein turbulentes und dennoch ungewöhnlich ruhiges Jahr zurück. Die Pandemie hat vieles, aber nicht alles verändert. Spaziergänge in die herrliche Naturlandschaft rund um Illmitz sind und bleiben ein Fixpunkt bei Jung und Alt.

Draußen an den Lacken

Still ist es jetzt im Dezember an den über 40 Lacken im Seewinkel. Wo an den Ufern dieser kleinen salzhaltigen und meist nur knietiefen Steppenseen in der warmen Jahreszeit hunderte Vogelarten brüten und selten gewordene Pflanzen blühen, herrscht jetzt eisige Winterruhe. Nur eine Herde zotteliger Angusrinder trotzt der Kälte und dem Wind. Seit rund 2.000 Jahren prägen die Lacken hier das Landschaftsbild, mosaikartig sind sie im Seewinkel verteilt. Sie speisen sich nur durch Regenwasser, haben weder Zu- noch Abfluss. Das Salz im Wasser der Lacken kommt aus den Tiefen des Bodens, es wird durch Kapillarwirkung von den Ablagerungen der Paratethys, dem einstigen Binnenmeer, stetig an die Oberfläche transportiert. Im Sommer, wenn die Sonne die Temperaturen tagelang über 30° C klettern lässt, kann es passieren, dass die wannenartigen Lacken austrocknen und das auskristallisierte Salz weiße Flecken in die Natur malt.

Tier und Natur beobachten

Von Illmitz ist es nur ein kurzer Spaziergang zur bekannten Zicklacke, nach Norden führt der Weg am kleinen Albersee vorbei zu den Stinkerseen, dem Unteren und dem Oberen. Östlich von Illmitz liegt die Lange Lacke, die größte und bekannteste Lacke im ganzen Seewinkel. Auf ihrem 10 km langen Rundweg begegnet man von April bis Oktober fleißigen Spaziergängern, professionellen Ornithologen, interessierten Schulklassen auf Nationalpark-Exkursion und eifrigen Radfahrern, die am Lacken-Radweg die Faszination der Lacken entdecken. Jetzt, in den kalten Wintermonaten verirren sich nur wenige hierher, um Möwen und Enten zuzusehen, wie sie um die letzten eisfreien Plätze in den Lacken rittern, oder um Mäusebussarde zu beobachten, die im Sturzflug vom Himmel jagen, um Beute zu schlagen. Die wahre Faszination eines Winter-Spaziergangs zu den Lacken um Illmitz liegt aber in der scheinbar endlosen Weite. Jetzt, wo nichts blüht oder Blätter trägt, sieht man noch weiter, fühlt sich noch freier.

 

 

Winterexkursionen im Nationalpark

In warmen Wintern tummeln sich auf den Wiesen und Feldern oft tausende Bläss- und Graugänse auf Nahrungssuche. An manchen Tagen hört man nur das Schnattern der Gänse über sich hinwegfliegen, kann sie aber wegen des Hochnebels nicht sehen. Frischt Wind auf, verzieht sich der Nebel, die Temperaturen fallen. Jetzt sind Skiunterwäsche und Schuhe mit Lammfell selbst im östlichen Flachland empfohlen, denn eine Exkursion durch den winterlichen Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel kann zur eisigen Angelegenheit werden. Schon wenige Zentimeter Schnee reichen aus, um vom kräftigen Wind zu meterhohen Schneewänden aufgetürmt zu werden. Ein abenteuerliches Spektakel, dass den Ausflug zu den Lacken zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.

Hinweis:

Aufgrund der aktuellen COVID 19 Situation finden derzeit keine Exkursionen und geführte Wanderungen statt. Tipps und Infos für individuelle Ausflüge erhalten Sie in der Tourismusinformation Illmitz.