Illmitz punktet immer wieder bei Pedalrittern und Outdoorbegeisterten

Während im April in den westlichen Regionen Österreichs oft noch die Schi angeschnallt werden, herrscht am Steppensee bereits sommerliche Vorfreunde. Überall und fast zu jeder Tageszeit sind hier Radfahrer anzutreffen. Sportliche Tourenfahrer, Rennradler, entspannte Tagesradler oder Familien mit Kids teilen sich die vielseitigen Routen. Alle bewegen sich, alle sind motiviert und genießen die herrlichen Sonnenstrahlen der pannonischen Tiefebene. Die Radwege sind bestens ausgebaut und gut beschildert – verirren ist ausgeschlossen.

Die stetig schwindende Kraft in den Oberschenkeln und Waden baut man am besten in einem der Heurigen am Wegesrand wieder auf. Hier warten feinste kulinarische Leckereien, Traubensaft oder auch ein Schluck Weltmeisterwein. Schnell vergisst man da den sich ankündigen Muskelkater. Der klassische Radfahrer bleibt einige Tage im Ort und startet von hier aus zu seinen Touren. Die Fähre im Hafen bringt die Gäste rasch und bequem samt Sportgerät auf die andere Seite des Sees und bei Bedarf – in regelmäßigen Intervallen – auch wieder retour.

Von Illmitz aus kann man den kleineren „Lackenradweg“ befahren oder den großen „Neusiedler See-Radweg“. Dieser führt um den gesamten See und ungarisches Staatsgebiet. Die abgespeckte Variante kennt den Weg über den See per Fähre – hier spart man sich gut zwei Stunden Fahrzeit. 74 Kilometer schafft der ungeübte Radler in rund sechs Stunden inklusive Schifffahrt. Interessant ist auch der beliebte und oft befahrene „Lackenradweg“. Keine Steigungen, vorbei an Salzlacken und unberührtes Naturgebiet ist dieser Radweg sehr beliebt bei Familien und Vogelbeobachtern. Ein Fernglas in der Satteltasche ist sicher kein Fehler, wenn sich dann Silberreiher, Störche oder Seeadler blicken lassen sollten. Ein kurzer Abstecher zu den „Weißen Eseln“ lohnt sich auf jeden Fall. Die strengen Regeln im Nationalparkgebiet müssen unbedingt beachtet werden. Nicht selten trifft man auf die freundlichen Nationalparkranger die sich täglich für die Erhaltung der Natur einsetzen.

Im April steigt das Thermometer in Illmitz nun oft über die 20 Grad Celsius Marke und das ist zum Radfahren wohl die beste Temperatur. Nicht zu warm, aber auch der Fahrtwind ist nicht mehr unangenehm kühl.

Eine leichte Jacke im Gepäck ist dennoch kein Fehler, denn wenn sich die Sonne verabschiedet, kann es mit etwas Wind doch noch recht kühl werden.

Illmitz und seine Umgebung auf dem Rad zu erkunden, ist sicher ein Tipp für alle, die sich gerne bewegen und in der Natur aufhalten wollen. Braucht die Muskulatur eine längere Pause, entspannt man am besten in der nahegelegenen Therme. Im warmen Wasser lässt man die Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren. Und küsst die Sonne den Nationalpark am nächsten Tag wieder, schwingen sich alle auf die Sättel und treten wieder begeistert in die Pedale – draußen in einem der wohl schönsten Naturgebiete des Landes.

Willkommen in Illmitz!