Beliebter Treffpunkt und heilende Wirkung

Täglich sprudelt es rund 600 Mal aus dem örtlichen „Quellhahn“, wenn Besucher, Einheimische und Neugierige die Heilquelle im Zentrum von Illmitz aufsuchen: das Heilwasser der St. Bartholomäus-Quelle ist beliebt und wird gerne getrunken. Es schmeckt leicht salzig, mineralisch und soll gut für Harnwege, Magen, Darm und die allgemeine Gesundheit sein. Manch Einheimischer schwört sogar darauf, dass Bohnen im kochenden Wasser der St. Bartholomäus-Quelle am besten gelingen.

St. Bartholomäus Quelle

 

Im Jahr 1930 wurde in Illmitz der „Artesische Brunnen“ gebohrt. Der ursprüngliche seichte Dorfbrunnen litt stark am hohen Grundwasserspiegel und der örtlichen Stallviehhaltung. Die Verschmutzung des Wassers führte zu massenhaften Erkrankungen in der Bevölkerung, auch Typhus gehörte dazu. Das Wasser wies eine sehr hohe Kalium- und Nitratkonzentration auf. Aus diesem Grund ordnete der damalige Bürgermeister die Bohrung eines neuen Brunnens an. Aus über 200 Metern Tiefe sprudelt seither das 15,6 °C warme Mineralwasser durch eigenen Druck an die Oberfläche. Seit 1931 steht das Quellwasser der Öffentlichkeit frei zur Verfügung.

Aufgrund des hohen Sondenalters musste 2004 erneut gebohrt werden, Rohre wurden ausgetauscht und das Häuschen um den Brunnen ansprechend gestaltet. Ein beliebter Treffpunkt für Urlauber und auch Einheimische, die hier täglich Neuigkeiten austauschen. Menschen kommen mit leeren Flaschen oder Kanistern und befüllen diese – dann sind schon die nächsten dran. Ein nicht enden wollendes Schauspiel.

Übrigens: Die Mineralwasserlagerstätte Neusiedler See umfasst ein Gebiet von ca. 250 km² und zählt zu den größten in Europa.

 

 

Josef Loos, der ehemalige Bürgermeister des Ortes, erinnert sich gerne: “Für die Illmitzer und die Urlauber ist dieser Brunnen seit jeher sehr wichtig. Damals war es aus gesundheitlichen Gründen notwendig, eine Alternative zu den Hausbrunnen zu schaffen. Jetzt ist er beliebter Treffpunkt und nicht mehr aus dem Ort wegzudenken. Die Burgenländische Landesregierung hat die St. Bartholomäus-Quelle übrigens zur Heilquelle erklärt.“

Na dann, PROST!